Ausschnitt aus der Wetzlarer Neuen Zeitung

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Impressionen vom Hessentagsfestzug 2012 in Wetzlar (WNZ)

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Bericht der Solms-Braunfelser v. 15.Juli 2013

THEATER Premiere der Freilichtbühne Bonbaden lockt 320 Besucher an Wenn der Erbonkel pleite ist Braunfels-Bonbaden. Besser hätte der Auftakt für das Abendstück auf der Bonbadener Freilichtbühne nicht ausfallen können. 320 Zuschauer bedeuteten Besucherrekord.

Wenn der Erbonkel pleite ist THEATER Premiere der Freilichtbühne Bonbaden lockt 320 Besucher an Braunfels-Bonbaden. Besser hätte der Auftakt für das Abendstück auf der Bonbadener Freilichtbühne nicht ausfallen können. 320 Zuschauer bedeuteten Besucherrekord. 320 Zuschauer: Das bedeutet ... | Foto: sbe "Ich kann mich nicht erinnern, wann wir so viele Besucher bei der Premiere eines Abendstückes hatten", war auch Horst Koppel, der seit über 20 Jahren an der Kasse sitzt, mehr als zufrieden. Der auch für den Vorsitzenden Horst Martiné unerwartet hohe Besucherandrang ("Wir haben in der Vergangenheit auch schon mal vor 40 Zuschauern die Abendsaison eröffnet") übertrug sich auf die Laune der Laiendarsteller, die vor Spielfreude sprühten. Elge Kutscher führt Regie bei dem Stück "Der verarmte Erbonkel", einem Schwank von Erich Koch. Das Bonbadener Urgestein sorgt aber auch als Schauspielerin mit ihrem extremen "Boarmeder Platt" dafür, dass die Lachmuskeln der Zuschauer gut trainiert werden. Denn Irene ist Besitzerin vom "Weißen Ochsen" und bis aufs Blut verfeindet mit Dagmar (Brigitte Martiné), die im "Roten Ochsen" gleich gegenüber das Kommando hat. Die beiden Schwestern bekämpfen sich mit allen Mitteln und lassen sich täglich alles Mögliche einfallen, um sich gegenseitig die Gäste abzuwerben. Da wird nicht nur der Müll von einer Seite zu anderen gekehrt, selbst Schnapsleiche Lupo (Joachim Müller) wird zur Ausnüchterung auf die Terrasse des Gasthofes nebenan verfrachtet. Ihre Ehemänner Hugo (Peter Theiß) und Wilhelm (Holger Wagner) sehen die Sache gelassen und pflegen den Tag zu eröffnen, indem sie gemeinsam eine Zigarre rauchen. "Ohne Zigga kann aich net offs Klo" (Orginalton Wilhelm). Dabei ziehen sie über ihre kratzbürstigen Weiber her und überlegen, ob sie den beiden nicht mal eine Reise nach Mallorca zum Hochzeitstag schenken sollen, um wenigstens ein paar Tage ihre Ruhe zu haben. Familie Fliegenfänger reist mit Simone (Martina Waidhas), Eduard (Wolfgang Redling) und dem trotteligen Sohn Rolf (Arno Waidhas) zur Entspannung aus "Geijße" (Gießen) an und wird von Unterkunft "weiß" nach "rot" umgeleitet. Internationale Küche im "Weißen Ochsen" bedeute Schnecken aus Frankreich und Raupen aus Italien im Salat sowie selbstgezüchtete Rattenschwänze im Fleisch, lautet die Begründung. "Wenn Seij das esse, was dej koche, musse Seij enn Saumoache hu". Allerdings haben beide Gasthöfe eines gemeinsam: Sie sind so gut wie pleite. Deshalb hoffen sie auf die Erbschaft von Onkel Paul (Friedel Schmidt), der bald darauf tatsächlich auftaucht. Weil der sich aber als völlig verarmt entpuppt, brechen für ihn harte Zeiten an. Unterstützung bekommt er allerdings von Postbotin Helga (Eva Hadel-Meyer) die immer auf dem Laufenden in "Boarmede" ist, weil sie die Briefe erst liest, bevor sie im Briefkasten landen. n Das Stück ist bis 18. August samstags und sonntags zu erleben Für Unruhe in der Männerwelt sorgt Gloria Schönfleisch (schauspielerisch beeindruckend: Angelika Hofmann) mit Charme und Sexappeal. Zuletzt wird zwar alles gut, doch bis dahin passiert einiges und vor allem: Es gibt viel zu lachen. "Der verarmte Erbonkel" wird bis 18. August jeweils samstags und sonntags um 19 Uhr auf der Bonbadener Freilichtbühne aufgeführt. Eintrittspreis 7 Euro, Kinder unter 14 Jahren 4 Euro. Für Bratwurst und Getränke in der Pause ist gesorgt.


Die Freilichtbühne Bonbaden zeigt Herz für Kinder